Klimafasten Woche 7: Neues wachsen lassen

Eine Woche Zeit…

…, um Neues wachsen zu lassen

Nun ist die Fastenzeit fast vorbei und bald beginnt wieder das „normale“ Leben. Was möchte ich aus der Fastenzeit in den Alltag mitnehmen? Was möchte ich neu und anders machen? In dieser Woche nehme ich mir Zeit, zu überlegen, welche Ideen für ein klimagerechtes Leben mich begeistern und was ich neu wachsen lassen möchte, in meinem Leben, in meinem Ort, meiner Gemeinde – und fange damit an.

In dieser Woche…

  • suche ich in meiner Region nach Initiativen und Projekten, in denen ich mich engagieren möchte, z. B. Gemeinschaftsgärten, Solidarische Landwirtschaften, Unverpackt-Läden.
  • plane ich einen Urlaub für den Sommer, bei dem ich zu Fuß, per Rad oder Bahn unterwegs bin.
  • lege ich ein Hochbeet für das eigene Gemüse an oder fange an auf meiner Fensterbank Kräuter auszusäen.
  • fange ich an, etwas Neues zu lernen, z. B. nähen, ein Musikinstrument spielen, kochen, schnitzen.
  • informiere ich mich bei den Vertreter*innen in meiner Stadt oder in meiner Kirchengemeinde bzw. Pfarrei, welche Aktivitäten sie in diesem Jahr für Klimaschutz planen und ob sie dafür Unterstützung brauchen.
  • überprüfe ich, ob meine Bank, meine Versicherung mein Geld ethischnachhaltig anlegt und informiere mich über alternative Anlageprodukte.

Weiterführende Inhalte finden Sie unter www.klimafasten.de sowie auf Facebook und Instagram.

Grußwort zur Aktion

Die Coronakrise hat unser Leben stark verändert.

Neben dem Bangen um die Gesundheit der uns nahestehenden Menschen, neben der Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung und neben vielen Einschränkungen, enthält die Krise auch Chancen zum Perspektivwechsel und zur Umkehr: Wollen wir so weitermachen wie vor der Pandemie? Geht es nicht auch mit weniger Konsum, weniger Ressourcenverbrauch, weniger Abfall, weniger oder anderer Mobilität? Brauchen wir nicht stattdessen mehr Fähigkeit zur Begrenzung, Entschleunigung, Solidarität und Achtsamkeit?

Zu einem solchen Leben im Sinne einer Ethik des Genug rufen die Kirchen schon seit vielen Jahren auf. Sie lassen sich dabei leiten von der biblischen Zusage, dass wir aus der Fülle leben, die Gott uns schenkt. Diese Fülle hilft uns, zerstörerische Ansprüche loszulassen und solidarisch und achtsam mit unseren Nächsten und der Mitschöpfung umzugehen.

Wir freuen uns, dass die Aktion Klimafasten dazu wieder neue Anregungen entwickelt hat und laden ein, sich von ihnen inspirieren zu lassen.

Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

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