Klimafasten Woche 3: vegetarische Ernährung

Eine Woche Zeit…

… für eine vegetarische Ernährung

Wurstbrot zum Frühstück, Schnitzel in der Kantine und Hühnerbrust zum Abendessen: 1100 Tiere verzehrt jede*r Deutsche im gesamten Leben – 60kg Fleisch jährlich. Dabei landet nicht einmal die Hälfte eines Schlachttieres bei den Konsumenten, sondern wird anderweitig verwertet. Wir essen zu viele Tiere und das schadet nicht nur dem Klima und den Tieren selbst, sondern auch uns. Ausgewogenes Essen, das weniger tierische Produkte enthält, ist gesund und lecker. Und leichter zuzubereiten, als du denkst.

IN DIESER WOCHE …

  • esse ich an mindestens drei Tagen vegetarisch.
  • setze ich mich mit den Folgen unseres Fleischkonsums für Tier, Mensch und Umwelt auseinander, Lesetipp: Fleischatlas des BUND.
  • sehe ich mir gezielt das Angebot an vegetarischen und veganen Produkten in meinem Supermarkt an.
  • gehe ich auf kulinarische Entdeckungsreise und suche mir ein leckeres vegetarisches oder veganes Gericht heraus, das ich nachkoche. veggies.de, chefkoch.de
  • melde ich mich zur Veggie Challenge (veggiechallenge.de) an und kann wählen, ob ich während der Challenge fleischfreie Tage einführen oder mich vegetarisch oder vegan ernähren möchte.
  • probiere ich Hafermilch oder eine andere Pflanzenmilch in meinem Müsli oder Kaffee.
  • informiere ich mich über vegane Kleidung und vegane Kosmetik. utopia.de

Weiterführende Inhalte finden Sie unter www.klimafasten.de sowie auf Facebook und Instagram.

Grußwort zur Aktion

Die Coronakrise hat unser Leben stark verändert.

Neben dem Bangen um die Gesundheit der uns nahestehenden Menschen, neben der Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung und neben vielen Einschränkungen, enthält die Krise auch Chancen zum Perspektivwechsel und zur Umkehr: Wollen wir so weitermachen wie vor der Pandemie? Geht es nicht auch mit weniger Konsum, weniger Ressourcenverbrauch, weniger Abfall, weniger oder anderer Mobilität? Brauchen wir nicht stattdessen mehr Fähigkeit zur Begrenzung, Entschleunigung, Solidarität und Achtsamkeit?

Zu einem solchen Leben im Sinne einer Ethik des Genug rufen die Kirchen schon seit vielen Jahren auf. Sie lassen sich dabei leiten von der biblischen Zusage, dass wir aus der Fülle leben, die Gott uns schenkt. Diese Fülle hilft uns, zerstörerische Ansprüche loszulassen und solidarisch und achtsam mit unseren Nächsten und der Mitschöpfung umzugehen.

Wir freuen uns, dass die Aktion Klimafasten dazu wieder neue Anregungen entwickelt hat und laden ein, sich von ihnen inspirieren zu lassen.

Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

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